Medienhysterie um Fussgängerstreifen

Von Alexander Müller veröffentlicht am 12. Dezember 2011 | 5.307 mal gesehen

Die Massenmedien haben sich entschieden eine weitere Mücke zum Elefanten aufzubauschen. Diesmal geht es ums Thema Fussgängerstreifen. Diese sind angeblich unsicher. Viele gutgläubige Menschen und populistische Politiker springen bereits auf den Zug der Medienhysterie auf.

Ich kann das nicht nachvollziehen. Im November war ich in Paris. Dort fahren sie sogar bei Rot über die Ampel. Als Fussgänger muss man selbst dann, wenn man grün hat auf Autos und Fahrradfahrer achten. Trotzdem habe ich es überlebt und sogar mitten auf den Champs Elysees ein paar Fotos des Arc de Triomphe geschossen.

Wieso wird ausgerechnet in der Bünzlischweiz, deren Strassen ohnehin schon zu den sichersten der Welt gehören ein dermassen hoher Aufwand zu noch mehr Sicherheit im Strassenverkehr betrieben? Müssen die Strassen wirklich tubeli-sicher werden?

Mir hat man seinerzeit im Kindergarten beigebracht: „WARTE, LUEGE, LOSE, LAUFE“. Ich behaupte, dass es wesentlich weniger Unfälle auf Fussgängerstreifen gäbe, wenn alle Fussgänger diese Regel einhalten würden. Aber einige meinen ja, dass sie nicht auf den Verkehr achten müssten, wenn sie eine Strasse überqueren. Die schauen dann lieber auf ihr Smartphone und hören dabei noch Musik.

Anbei ein Foto, welches ich mitten auf den Champs Elysee vom Arc de Triomphe geschossen habe. Wie man unverkennbar erkennen kann, stand ich mitten auf der Strasse und habe es überlebt.

Auch sonst haben die lockeren Franzosen mit Fussgängerstreifen weniger Berührungsängste als Nulltoleranz-Bünzli-Schweizer. Anbei ein Parkplatz in Paris, in der Nähe des Place de l’Alma unweit des Eiffelturms. Man achte bitte auf den Fussgängerstreifen. Deshalb habe ich das Bild übrigens aufgenommen. Der Maserati stand auch noch ohne Bussenzettel dort, als ich nach einer Stunde wieder zurück kam. In Zürich bekommt man bereits eine Busse, wenn man in einer Nebenstrasse in der Nähe des Römerhofs 15 Minuten länger als von der Politesse erlaubt in der blauen Zone stehen geblieben ist.

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