Ohne Goliath wäre David ein Wicht

Von Alexander Müller veröffentlicht am 27. Juli 2014 | 1.203 mal gesehen

Derzeit macht ein Unterdrückungsstaat mit militärischen Aktionen auf sich aufmerksam, denen bereits über 1000 Zivilisten zum Opfer gefallen sind. Seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit rechtfertigt das rücksichtslose und kriminelle Regime dieses Unrechtsstaats mit Notwehr gegen Terroranschläge. Mit Rechtsstaatlichkeit hat das nichts mehr zu tun, denn in diesem Staat ist die Exekutive Richter und Henker zugleich.

Wie einst die Nazis, verübt das Regime dieses Staats nach Terroranschlägen knallhart Vergeltung an der Zivilbevölkerung, aus deren Reihen die Partisanen stammen. Die Bilanz der Militäraktion spricht Bände. Für jeden getöteten Soldaten dieses Staats, wurden um die 30 Angehörige des von ihm unterdrückten Volkes getötet. Darunter Frauen und Kinder.

Die Schuld für diese Toten schiebt das rücksichtslose Regime des Unrechtsstaats auf die Partisanen und deren Organisation. Doch so einfach ist es nicht, denn die Organisation der Partisanen nährt sich vom Hass, der durch Unterdrückung geschürt wird. Viele der Unterdrückten haben in ihrer Heimat keine Perspektive und erleben in ihrer Kindheit und Jugend Traumatisches. Es ist ein Leichtes für die Partisanen-Organisation und religiöse Extremisten unter diesen Umständen Personal zu rekrutieren. Wer meint er könne Feuer löschen indem er Öl ins Feuer giesst, der irrt sich.

Der Unterdrückungsstaat wäre mitsamt seinem Regime längst ins Meer hinausgefegt worden, wenn es nicht einen Goliath gäbe, welcher ihn schützt und mit Waffen versorgt. Dieser Goliath ist ein egoistischer Bösewicht und Ignorant, der seinem Namen alle Ehre macht, wenn er sich wie ein Elefant im Porzellanladen aufführt. Er hat sich trotz unzähliger von ihm begangener Verbrechen gegen die Menschlichkeit selbst zum Weltpolizisten gekrönt. Dies Kraft seiner militärischen und wirtschaftlichen Macht und Selbstherrlichkeit. Er ist ein krimineller Weltpolizist, der Blut an seinen Händen hat. Er unterhält ausserhalb seines eigenen Territoriums Gefängnisse um dort Gefangene unter Umständen festzuhalten, wie es auf seinem eigenen Territorium verboten wäre. Goliaths Exekutive spielt ausserhalb ihres Territoriums Richter und Henker. Auch das hat mit Rechtsstaatlichkeit selbstverständlich nichts mehr zu tun.

Goliath
Goliath

Ein Grund für die Schwäche der Unterdrückten liegt in der Uneinigkeit der umliegenden Staaten. Diese Uneinigkeit ermöglichte es bereits in früheren Zeiten christlichen Gotteskriegern, Glücksrittern und Abenteurern in jener Region über ein paar hundert Jahre Fuss zu fassen. Die gegenwärtige Uneinigkeit hat mit Herrschern zu tun, die von Goliath geschickt umgarnt werden. Jene, die Goliath den Gehorsam verweigern, denen ergeht es wie einst dem ehemaligen Tyrannen von Bagdad. Die umliegenden Staaten benötigen jemanden, der sie wie Saladin eint und ihnen die Einigkeit, Entschlossenheit und Kraft verleiht, die sie benötigen.

Weder der Goliath noch der kleine von ihm geschützte Bösewicht, machen sich durch ihre Verbrechen an unschuldigen Zivilisten Freunde auf dieser Welt. Die Zeit wird kommen, da wird dieser Goliath wie Babylon fallen. Er wird diese Welt nicht ewig dominieren und dann steht der kleine Unterdrückungsstaat alleine da. Das schwache Europa wird ihm nicht helfen, es kann sich ja nicht einmal selber helfen und wird frieren, wenn ihm der Bär im Winter den Gashahn abdreht. Der Drache hält sich noch zurück, doch wer weiss, vielleicht liefert er ja Raketenteile in den Iran.

Die Ukraine stellt das schwache Europa bloss

Von Alexander Müller veröffentlicht am 29. April 2014 | 1.571 mal gesehen

Das schwache Europa schaut dem Treiben der pro russischen Separatisten machtlos zu. Ausser wirkungslosen Sanktionen und ein paar Geiseln hat Europa nichts zu bieten. Ursula von der Leyen, welche der deutschen Bundeswehr vorsteht, ist ratlos. Russische Separatisten haben deutsche OSZE-Mitarbeiter in Gewahrsam und sie weiss nicht was sie tun soll. Ob sie wohl darauf wartet, dass sie wieder jemand auf den Arm nimmt?

Lässt sich auf den Arm nehmen. Ursula von der Leyen, die Verteidigungsministerin der Bundesrepublik Deutschland
Lässt sich auf den Arm nehmen. Ursula von der Leyen, die Verteidigungsministerin der Bundesrepublik Deutschland. Sinnbild für den Zustand der Bundeswehr?

Wer weiss, vielleicht richtet es ja die bankrotte Supermacht. Die hat dem schwachen Europa ja schon oft aus der Patsche geholfen. Ob es das US-Haushaltsbudget zulässt, ist wieder eine andere Frage.

Diese Männer brauchen niemanden, der sie auf den Arm nimmt. Sie wissen, was sie wollen.
Diese Männer brauchen niemanden, der sie auf den Arm nimmt. Sie wissen, was sie wollen.

Abgesehen davon, was bilden sich EU und USA eigentlich ein? Wenn die Ostukrainer zu Russland gehören wollen, so ist das deren Sache. Dazu müssen sie weder die EU noch die USA um Erlaubnis fragen.

Wer weiss was geschieht, wenn es doch noch eskalieren sollte, was wir ja nicht hoffen. Vielleicht setzt die NATO dann den Gripen-Schrott gegen russische Sukhoi T-50 ein. Naja, immerhin soll der Gripen von Saab ja ein Volvo-Triebwerk haben.

Schuldenkrise

Von Alexander Müller veröffentlicht am 6. August 2011 | 2.397 mal gesehen

Die Schuldenkrise hat Europa und die USA fest im Griff. Um einen weiteren Anstieg des Schuldenbergs zu vermeiden und um Schulden abzubauen sind Sparmassnahmen unumgänglich. Doch wo sparen?

Zunächst zu den USA:
Der Schulden-Kompromiss in den USA sieht vor, dass die Schuldengrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar (14’300’000’000’000) in zwei Etappen um insgesamt 2,4 Billionen Dollar (2’400’000’000’000) erhöht wird. Im ersten Schritt sollen es rund 900 Milliarden Dollar (900’000’000’000) sein. Im Gegenzug soll es Einsparungen von bis zu 2,8 Billionen Dollar (2’800’000’000’000) geben. Unter dem Strich sollen also Schulden in der Höhe von 400 Milliarden Dollar (400’000’000’000) abgebaut werden. Dieser Schuldenabbau entspricht nicht einmal den Rüstungsausgaben der USA!  Die USA geben für militärische Zwecke schätzungsweise 710 Milliarden Dollar aus. Der grösste Gläubiger der USA, China, gibt im Vergleich dazu schätzungsweise 141 Milliarden Dollar für militärische Zwecke aus.

Meiner Ansicht nach liegt es auf der Hand wo die USA am meisten einsparen können. Bei den Rüstungsausgaben. Selbst wenn die USA den geplanten Schuldenabbau einzig mit einer Reduktion der Rüstungsausgaben finanzieren würden, wären ihre Rüstungsausgaben immer noch mehr als doppelt so hoch wie jene von China!

Nun zu Europa: 
Die EU-27 Staaten geben mehr als 25% des BIP’s für Sozialausgaben aus. (Quelle) Der Lebensstandard in vielen europäischen Ländern ist sehr hoch. Europa hat im weltweiten Vergleich sehr hohe Sozialausgaben und mit der EU einen gewaltigen Umverteilungsapparat. Aus diesem Grund sind europäische Wohlfahrtsstaaten für Wirtschaftsflüchtlinge aus Afrika so attraktiv. Leider werden mit diesen hohen Sozialausgaben auch falsche Anreize gesetzt. So gibt es in einigen Ländern inzwischen Leute, welche die Sozialhilfe einer Arbeit vorziehen. Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen für die Produktivität eines Landes. Hier ist besteht ein enormes Sparpotenzial.

Wenn in den USA und in Europa die Zeichen der Zeit erkannt werden, kann die Schuldenkrise gemeistert werden. Dazu bedarf es jedoch einer Besinnung zum Besseren. Eine Konsumkultur, die auf Schuldenwirtschaft basiert, ist weder nachhaltig noch umweltfreundlich.