Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache

Von Alexander Müller veröffentlicht am 12. Dezember 2013 | 2.768 mal gesehen

Die Gegner der Initiative Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache machen Mobil und versuchen mit dem Verbreiten von Unwahrheiten Stimmung gegen die Initiative zu machen.

Abtreibungsfinanzierung

Sie behaupten, dass die Initiative ein Angriff auf die [glossary id=’29517′ slug=’fristenregelung‘ /] sei. Das ist der grösste Blödsinn, der je über die Initiative verbreitet wurde. Die Fristenregelung regelt, bis wann und unter welchen Voraussetzungen ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen werden darf. Das ist eine vernünftige Sache, die von der Initiative nicht tangiert wird.

Bei der Initiative Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache geht es darum, dass die Abtreibung vom Elternpaar finanziert und nicht der Allgemeinheit via höhere Krankenassenprämien aufgebürdet wird. Das ist zumutbar, da frühzeitige Schwangerschaftsabbrüche lediglich 600 Franken kosten. Die minimale Jahresfranchise bei der obligatorischen Krankenversicherung beträgt 300 Franken wobei die Mehrheit der Versicherungsnehmer weit höhere Jahresfranchisen haben. Ich habe z.B. eine Jahresfranchise von 2’500 Franken.

Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. Folglich hat eine Abtreibung auch nichts in der obligatorischen Krankenversicherung zu suchen. Eine Übernahme der Abtreibungskosten durch die Krankenkassen ist nur in zwei Fällen vertretbar, nämlich im Fall einer Schwangerschaft infolge einer Vergewaltigung und bei gesundheitlichen Gründen. Die Finanzierung dieser beiden Ausnahmen ist auch bei einer Annahme der Initiative realisierbar. Die Initiative lässt Ausnahmen zu.

Eine weitere Strategie der Gegner der Initiative ist die Marginalisierungsstrategie. So behaupten sie, dass Schwangerschaftsabbrüche die obligatorische Krankenversicherung jährlich lediglich um ein paar wenige zusätzliche Millionen belasten. Mit so einer Einstellung werden wir die Gesundheitskosten nie in den Griff bekommen. Entweder wollen wir sparen und dann müssen wir das tun, oder aber wir müssen weiterhin in Kauf nehmen, dass die Krankenkassenprämien jährlich steigen. Die Krankenkasse ist für Krankheiten da und nicht für Schwangerschaftsabbrüche!

Wer etwas gegen jährlich steigende Krankenkassenprämien unternehmen will, der sollte die Initiative Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache annehmen.