Sexboxen: SF Club mit Mona Vetsch

Von Alexander Müller veröffentlicht am 7. Februar 2012 | 5.010 mal gesehen

Seit dem Abgang von Christine Maier ist der Club auf SF eine absolute Katastrophe. Heute moderierte Mona Vetsch zum Thema Sex-Boxen. Leider führte die Diskussion am Thema vorbei, was auf die einseitige Gesprächsleitung von Mona Vetsch zurückzuführen war. Vetsch zeigte, dass sie vom Thema kaum eine Ahnung hat und liess überdies Sven Oliver Dogwyler zuwenig sprechen.

Das eigentliche Thema, welches hätte diskutiert werden sollen:

Zürich hat ein Problem mit der Strassenstrich-Prostitution. Anwohner beklagen sich über Kot und Kondome, die in den betroffenen Regionen herumliegen. Geschäftsleute und Hoteliers haben ein Problem mit aggressiven Prostituierten, welche Kunden vertreiben. Nun will die rotgrüne Regierung der Stadt Zürich mit verschiedenen Massnahmen dieses Problem lösen. Geplant ist unter anderem ein Provisorium für 10 Jahre, welches auf dem alten Tramdepot in Zürich Altstetten errichtet werden soll. Konkret will man dort Sexboxen aufstellen, die in etwa so wie eine Autowasch-Anlage aussehen. Bau und Betrieb der Anlage für 10 Jahre soll rund 7 Millionen Franken kosten.

Nun gibt es Leute, die wenig von solchen Sexboxen halten und dagegen sind, dass diese mit Steuergeldern finanziert und von der Stadt Zürich betrieben werden. Diese Leute können sich andere Lösungen vorstellen. Andere Schweizer Städte haben gute Lösungen für dieses Problem gefunden. Denkbar wäre zum Beispiel ein Sexclub, der von einem privaten Unternehmer errichtet und betrieben wird. So ein Club könnte z.B. so aussehen…hier klicken! (Ein privater Club ist sicher tausendmal besser als Sexboxen.)

Meine Meinung:

Von Sexboxen wie in Zürich geplant, halte ich nichts. Das Sexgewerbe ist ein krisenresistentes Gewerbe und braucht sicherlich keine staatlichen Zuhälter. Leute wie Ingo Heidbrink*, Betreiber vom Club Globe (siehe Link „hier klicken!“), haben mehr Erfahrung im Betreiben von Sex-Einrichtungen als die Stadt Zürich.  Zudem wer will schon in einer Art Autowaschanlage eine Frau poppen? Womöglich stehen dann noch ein paar Autos im Drive-In Schlange. Ist das erotisch? Da ist ein Sexclub, wie der Link zeigt, ja wohl sowohl für die Frauen als auch die Männer wesentlich attraktiver!

Ein privater Club kann eine bessere Infrastruktur für Hygiene und Service bieten als es Sexboxen oder ein Strassenstrich können. Zudem können die Behörden für den Bau und den Bertrieb des Clubs Auflagen erlassen und deren Einhaltung regelmässig kontrollieren, was sowohl für die dort tätigen Frauen als auch deren Kunden mit Sicherheit von Vorteil wäre.

Beschreibung Betriebskonzept:

Wer noch wissen will wie der Betrieb eines Clubs, wie jener von Ingo Heidbrink funktioniert, hier meine Einschätzung:

Der Betreiber des Clubs sorgt für die Infrastruktur. Das heisst Clubhaus mit Empfangsraum, Bar, Separées, Schlafzimmer, Umkleideräume, Duschen, Wirlpool, Sauna, Swimmingpool usw. und betriebsnotwendige Utensilien wie z.B. Kondome, Duschgel, Bademäntel, Badelatschen, Frottetücher, Getränke, Essen, Reinigung usw. Er verdient sein Geld indem er für die Benützung der Infrastruktur von den Gästen (sowohl von den Frauen als auch von den Männern) einen Eintrittspreis verlangt und für die Getränke bezahlt wird (wer an der Bar etwas bestellt, der zahlt dafür).

Wie man so einen Club kontrollieren könnte:

Man kann zweimal pro Monat einen Hygiene-Kontrolleur, so ähnlich wie er in Gastronomiebranche eingesetzt wird, vorbeischicken, der den Laden überprüft. Zudem kann man den Betreiber des Clubs dazu verpflichten, dass er nur Frauen in den Club lässt, die eine gültige städtische Bewilligung für die Gewerbeausübung sowie einen aktuellen Gesundheitscheck hinsichtlich Geschlechtskrankheiten besitzen. Dies wiederum kann man kontrollieren indem man periodisch die Gewerbepolizei für Kontrollen vorbeischickt. Ich stelle mir das so vor, wie das in Deutschland der Zoll oder die Gewerbepolizei macht, wenn sie nach Schwarzarbeitern suchen.

Wieso geht das nicht?

Das frage ich mich auch. Vielleicht weil dem Zürcher Stadtrat Sexboxen besser gefallen….wer weiss. Ob die Stadtzürcher Steuerzahler gerne mit ihren Steuergeldern für die privaten Freuden von Freiern zahlen, werden wir nach der Abstimmung im kommenden März sehen. Wenn ja, müsste man Zürich in Schilda umbenennen.

PS:

*Heidbrink war bereits mehrfach Gast in der Sendung Talk Täglich von Tele Züri und sogar schon in einer Sendung vom Schweizer Fernsehen. Bei dieser Gelegenheit wurde schon mehrfach über seine Clubs berichtet (=Gratiswerbung oder Publireportage?). Kürzlich war Hugo Bigi bei ihm im Club in Schwerzenbach. Für mich ist Heidbrink ein Mann, der zeigt, wie man dieses Geschäft sauber und professionell betreiben kann.

Sexboxen: SF Club mit Mona Vetsch
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4 Gedanken zu „Sexboxen: SF Club mit Mona Vetsch“

  1. Wieso geht das nicht?
    Weil der Staat ZH und seine reGIERenden Exponenten gerne mitverdienen möchte und die Konkurrenz durch Private, denn da können die MöchteAuchGern nicht mithalten :
    Leute wie Ingo Heidbrink haben tatsächlich mehr Erfahrung im Betreiben von Sex-Einrichtungen als die Stadt Zürich.

    Deshalb wird nun versucht, die staatlichen Unternehmern einen Vorteil zu verschaffen durch teilweise Finanzierung der Betriebskosten zulasten ALLER Steuerzahler.

    Als Steuerzahler bin ich wie AM der Meinung, dass kein einziger Franken Steuergeld in ein solches Unternehmen fliessen darf – diese Dienstleistung ist zu 100% vom Nutzer zu finanzieren, und das hat bis jetzt auch funktioniert und rentiert !

  2. Mona Vetsch ist eine absolute Fehlbesetzung!
    Sie unterbricht interessante Argumentationen, lenkt die Diskussion immer wieder in andere Bahnen, so dass kein Fluss rein kommt und stellt sich selber in den Mittelpunkt. Gebt Frau Vetsch eine eigene Show, wo sie sich verwirklichen kann und sucht für den CLUB jemanden mit Format. Danke.

  3. Mit einer einzigen können alle Modera-Toren in den Topf der Selbst-Darsteller auf Kosten ihrer Diskussionsgäste geworfen werden: alle plappern ständig drein und stellen ihre „wichtigen“ Fragen selber möglichst dar.

    Die einzige positive Ausnahme betrifft Frau Sandra Studer : sie respektiert den Gast und lässt ihm auch den nötigen Freiraum bezüglich Redezeit und Ausführlichkeit – obwohl sie sich auf jedes Gespräch hervorragend vorbereitet und auch selber einiges Wissen zur Schau stellen könnte, überlässt sie ihrem Gast die rolle des Wissensvermittler an die TV-Zuschauer.

  4. Ich bin der Meinung, dass der Moderator bzw. die Moderatorin etwas vom Thema, welches moderiert wird, verstehen sollte. Ansonsten besteht die Gefahr, dass am Thema vorbeidiskutiert wird.

    Bei einer Diskussion zum Thema Prostitution sollte der Moderator ein erwachsener Mann oder eine reifere Frau sein. Dies, weil Männer besser nachvollziehen können, weshalb Männer die Leistungen einer Prostituierten in Anspruch nehmen. Und reifere Frauen sind einfach erfahrener und weniger naiv.

    Ich halte Strassenprostitution übrigens für Proletarier-Prostitution. Vielleicht wollen die Linksgrünen das deshalb fördern. Für die Strassenprostitution werden Frauen von Zuhältern und Menschenhändlern ins Land geschleust und zu Billig-Sex gezwungen. Oder aber drogensüchtige Frauen bieten sich an um Geld für ihren Stoff zu beschaffen. Für mich ist Strassenstrich-Prostitution das pure Elend. Da soll mir mal jemand erzählen, wie hier die Hygiene gewährleistet wird. Da vögelt die mit einem und dann kommt der Nächste an die Reihe. Wo will sich die Strassenprostituierte dazwischen waschen bzw duschen? Hat es da auf der Strasse etwa auch noch Duschen? Wohl kaum. Da leckt der eine an ihren Brüsten und dann kommt gleich der Nächste und leckt weiter oder was? Da kommt mir das Grausen. Wie man sowas mit Sex-Boxen noch fördern kann, ist für mich nicht nachvollziehbar.

    Da wäre es doch sinnvoller, man würde in der Stadt an einer zentralen Stelle endlich mal einen Platz für einen Sextempel zur Verfügung stellen. (Damit meine ich jetzt übrigens nicht diese schimmlig-schumrigen Kneipen, wie man sie an der Langstrasse findet und wo sich abends wahrscheinlich nur noch gewisse Ausländer, Betrunkene, Schlägertypen, Zuhälter, Hells Angels, Randständige sowie Kriminelle hingetrauen.) Das müsste ein Ort sein, bei dem die notwendige Hygiene (Duschen, Toiletten usw.) gewährleistet ist und wo saubere Badetücher, Kondome usw. sowie attraktive Räumlichkeiten vorhanden sind.

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