Der islamische Staat

Von Alexander Müller veröffentlicht am 22. August 2014 | 1.886 mal gesehen

Der islamische Staat im Irak und in Syrien ist in erster Linie eine unmittelbare Gefahr für den Iran und für Israel. Im weiteren ist er eine Gefahr für die Bürger jener Länder, die gegen die Islamisten kämpfen. Ferner könnte er zur Gefahr für die ganze Welt werden, wenn er nicht bekämpft wird.

Moderne Gotteskrieger im Kampf gegen Ungläubige. Die Tschihadisten des islamischen Staats auf dem Vormarsch.
Moderne Gotteskrieger im Kampf gegen Ungläubige. Die Tschihadisten des islamischen Staats auf dem Vormarsch.

Die Kämpfer des islamischen Staats sind junge Männer mit einem Ideal. Sie träumen von einem islamischen Gottesstaat wie er ihrer Ansicht nach zur Zeit des islamischen Propheten Mohammeds existiert hat. Einige träumen auch, so ihr Gott will, von der Weltherrschaft.

Islam_Will_dominate_World

Es sind überwiegend junge Männer, die ein Abenteuer erleben wollen und einen Sinn im Leben suchen. Sie sind kampferprobt, zu allem entschlossen und fürchten im Gegensatz zu vielen Bürgern westlicher Sozial- und Wohlfahrtsstaaten den Tod nicht. Israel hätte es gegen diese Kämpfer schwer. Ausserdem ist es durchaus denkbar, dass die Kämpfer des islamischen Staats auch in Europa und in Amerika zur Tat schreiten. Einige, die ich mir durchaus als Anhänger oder Sympathisanten dieser Organisation vorstellen kann, sind ja in Europa bereits zur Tat geschritten. Im Mai 2013 köpften zwei Männer im englischen Woolwich am helllichten Tag auf offener Strasse den britischen Soldaten Lee Rigby. Er wurde offenbar ermordet weil er ein T-Shirt trug, welches für Hilfe für Veteranen warb. Viele Kämpfer der ISIS kommen aus Ländern wie Grossbritannien, Deutschland, Frankreich und auch aus der Schweiz.

Einer der Mörder von Woolwich, mit Mordwaffen in der Hand
Einer der Mörder von Woolwich, mit Mordwaffen in der Hand

Bereits Jahre vor Woolwich wurde auf britischen Strassen öffentlich dazu aufgerufen Menschen zu enthaupten und zu töten. Dies unter den Augen von Polizisten, die nicht einschritten. Die Demonstranten genossen dabei, wie gut erkennbar ist, Polizeischutz. Westliche Rechtsstaaten verfolgen lieber jene, die vor diesen Fanatikern warnen. Wer weiss, vielleicht kämpfen einige dieser Fanatiker inzwischen mit westlichen Waffen in Syrien und im Irak.

Dieses Plakat wurde im Jahr 2006 bei Protesten in London verwendet.
Dieses Plakat wurde im Jahr 2006 bei Protesten in London verwendet.

Die Enthauptungen und Gräueltaten gehören zur Strategie der Kämpfer des islamischen Staats. Auf diese Weise können Sie ängstliche Gegner abschrecken und in die Flucht schlagen sowie die Bevölkerung in ihrem Herrschaftsgebiet einschüchtern. Es ist Teil der psychologischen Kriegsführung.

Dass sich der Anführer der ISIS Abu Bakr und nicht etwa Ali nennt, ist eine klare Botschaft an die Schiiten. Und die Botschaft an die Welt ist ebenfalls klar. Sie wollen ihre schwarze Flagge auf dem Weissen Haus hissen und Istanbul von den „Apostaten“ befreien, wenn die Türken die Schleusen des Atatürk Staudamms nicht öffnen! Eigentlich müssten sie dann nach Ankara, aber was soll es. So zumindest die Aussage des ISIS-Pressesprechers im Dokumentarfilm. Diese Aussagen widerspiegeln den Traum dieser Verrückten, die Weltherrschaft zu erlangen.

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