Alkoholgesetz

Von Alexander Müller veröffentlicht am 19. Januar 2013 | 5.905 mal gesehen

Der Bundesrat möchte unter dem Vorwand des Jugendschutzes das Alkohlgesetz verschärfen. Vorgesehen ist unter anderem ein Verkaufsverbot nach 22.00 Uhr und ein Trinkverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ich bin gegen eine Verschärfung des Alkoholgesetzes. Dies aus folgenen Gründen:

1. Der Pro-Kopf-Konsum an alkoholischen Getränken ist stabil. Laut einer Medienmitteilung aus dem Jahr 2009 ist er in den letzten zehn Jahren sogar zurück gegangen!

2. Um Alkohlkonsum in öffentlichen Verkehrsmitteln zu verbieten, braucht es kein Bundesgesetz. Die Betreibergesellschaften können das auch ohne Bundesgesetz verbieten. So gab es Rauchverbote in Flugzeugen und Zügen bzw. Raucherabteile in Zügen bereits vor Gesetzen zum Schutz vor Passivrauchen.

3. Ein Verkaufsverbot für Alkohol nach 22 Uhr bringt rein gar nichts. Wer abends Alkohol trinken will, der kann sich den Alkohol auch vor 22 Uhr beschaffen.

4. Höhere Preise für Alkohol sind abzulehnen. Solche bevormundende Lenkungsmassnahmen widersprechen dem modernen Menschenbild eines eigenverantwortlich handelnden mündigen Menschen.

5. Jungendliche, die im öffentlichen Raum alkoholisiert Radau machen, kann man auch mit der geltenden gesetzlichen Regelung zur Vernunft bringen. Dies indem man sie in die Ausnüchterungszelle steckt und ihnen die Kosten dafür aufbrummt. Wer zudem alkoholisiert ein Auto oder ein Fahrrad lenkt, ist unter Umständen bereits heute seinen Führerausweis los. Zudem kann die Polizei bereits heute bei Lärmbelästigung und Ruhestörung nach dem Rechten sehen.

Ich stelle fest, dass es politische Kreise gibt, die einem Regulierungswahn erlegen sind. Diese Kreise versuchen mit Verboten und anderen Massnahmen eine Gesellschaftsordnung zu installieren, die nichts mehr mit einer „liberalen“ Gesellschaft zu tun hat. Als Liberaler lehne ich unnötige Einschnitte in die Freiheitsrechte der Bürger ab.

Alkoholgesetz
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Ein Gedanke zu „Alkoholgesetz“

  1. 1) Es ist natürlich ein erheblicher Unterschied ob ich jede Woche ein Bier trinke oder 52 Bier auf einmal. In der Statistik wäre das dann derselbe Wert, für meine Gesundheit ist zweiteres sicher gefährlicher.

    2) Korrekt

    3) Auch da bin ich vollkommen einig mit Dir.

    4) Wirksam wäre es natürlich, Dein Argument zieht aber natürlich auch. Eine gewisse Lenkung muss aber sicher möglich sein, also dass z.b. Bier nicht günstiger als Mineral sein darf und dass harter Alkohol teurer sein muss als Bier. Das Zweite erledigt sicher der Markt, beim ersten wäre ich mir da nicht so sicher.

    5) Auch hier einverstanden. Die Ausnüchterungszelle natürlich schon nur für die krassen Fälle. 🙂

    Der Staat hat sicher die Aufgabe die Situation zu beobachten und vor allem auch präventiv zu wirken. Alkohol ist ab einer gewissen Menge kein Pappenstiel und kann dem menschlichen Körper grossen Schaden zuführen. Verbote sind sicher kontraproduktiv (gilt aber auch beim Cannabis :)).
    Der sinnvollste Teil der offensichtlich kommen soll ist das Verbot der Weitergabe (oder die stärkere Bestrafung davon). Wenn mich also in Zukunft ein 15-jähriger ankickt und mich bittet ihm ein 10-Pack Bier zu kaufen und ich dies tue kann ich in Zukunft belangt werden. Und das finde ich korrekt.

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