Abtreibungsfinanzierung ist für Liberale Privatsache!

Von Alexander Müller veröffentlicht am 5. Januar 2014 | 2.018 mal gesehen

Echte Liberale unterstützen die Initiative Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache. Sie sind gegen eine staatlich verordnete Vollkasko-Krankenversicherung mit Leistungen im Angebot, die gar nichts mit Krankheit zu tun haben. Eine Krankenversicherung ist für die Finanzierung der Behandlung von Krankheiten da! Die obligatorische Krankenversicherung soll Leistungen finanzieren, die im Krankheitsfall notwendig sind um das Überleben zu sichern.

Es ist unverantwortlich von der Politik in Zeiten von jährlich steigenden Krankenkassenprämien den Leistungskatalog mit Angeboten für Gesunde auszubauen! Die Kosten für die Behandlung von schwangeren Frauen und für Abtreibungen haben in einer obligatorischen Krankenversicherung nichts zu suchen. Diese Leistungen sollten via freiwillige Zusatzversicherungen abgedeckt werden. Dasselbe gilt übrigens auch für die Komplementärmedizin, die ebenfalls zu höheren Kosten bei der obligatorischen Krankenversicherung führt.

Ein Drittel aller obligatorisch Versicherten nimmt bereits heute Prämienverbilligungen in Anspruch! Im Jahr 2012 haben die Krankenkassen rund 600’000 Betreibungen wegen nicht bezahlter Krankenkassenprämien durchgeführt! Immer mehr Versicherte erhöhen die Jahresfranchise, also den Selbstbehalt, auf das gesetzliche Maximum von 2’500 Franken. Sie tun dies um den jährlichen Anstieg der Prämien möglichst gering zu halten. Einige dieser Leute können sich im Krankheitsfall nicht einmal mehr einen Arztbesuch leisten! Da ist es einfach im höchsten Masse unverantwortlich sich gegen die Initiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ auszusprechen.

Die Parteien, welche sich dafür aussprechen, dass gesunde Frauen zulasten von Kranken bevorteilt werden, handeln unverantwortlich!

Es ist einfach nicht in Ordnung wenn Versicherungsnehmer gezwungen werden Abtreibungen via Prämien für die obligatorische Krankenversicherung zu finanzieren. Das ist ein ungeheuerliches Diktat sozialistischer Ausprägung.

Abtreibungsfinanzierung
Unser Staat ist nicht Herodes! Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache!

Wer gegen die staatliche Förderung von mutmasslichem Kindermord ist, der soll am 9. Februar 2014 JA zur Initiative Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache stimmen!

Abtreibungsfinanzierung ist für Liberale Privatsache!
Artikel bewerten

3 Gedanken zu „Abtreibungsfinanzierung ist für Liberale Privatsache!“

  1. Wenn jemand Abtreibungen nicht mitfinanzieren will, dann soll er das auch nicht tun müssen. Echte Liberale setzen sich für Wahlfreiheit und Eigenverantwortung ein.

  2. Ich will die Armee auch nicht mitfinanzieren. Erlaubst du mir, als liberaler Geist, also etwas von den Steuern abzuziehen weil ich das aus ideologischen Gründen nicht mitfinanzieren will?

    Das Argument funktioniert schlicht nur wenn man es generell anwenden würde, aber dass ein Staat damit nicht funktionieren kann dürfte eigentlich klar sein.

    Man kann allerdings sicher darüber diskutieren ob die Abtreibung in die Grundversicherung gehört.

  3. Jonas, dein Argument hinkt.

    1. Armee und Polizei sorgen für die Sicherheit von allen Schweizer Bürgern, dies unabhängig vom Geschlecht. Es macht Sinn die Kräfte für die Verteidigung zu bündeln, da kaum einer von uns alleine imstande wäre eine Invasionsarmee aufzuhalten.
    2. Moralische Bedenken sind bei einer Verteidigungsarmee unangebracht, bei Abtreibungen aber durchaus berechtigt. Somit sollte es jedem selber überlassen sein ober er das mitfinanzieren will oder nicht.
    3. Liberale sind für Eigenverantwortung. Eine Milizarmee und eine Abtreibungsfinanzierung, die Privatsache ist, tragen dem Rechnung.

    Für mich wesentlich ist neben dem liberalen Ansatz jedoch, dass nur in die Grundversicherung gehört, was nötig ist damit niemand sterben muss, weil er sich im Krankheitsfall die Behandlungskosten nicht leisten kann. Sprich, die Behandlung von gesunden Frauen ist kein „must have“ Kriterium sondern ein „nice to have“ Kriterium, welches via Zusatzversicherung geregelt werden könnte.

    Die Argumente von einigen Emanzen kann ich nicht nachvollziehen. Die Reden von Errungenschaften der Emanzipation. Ich verstehe unter Emanzipation die Gleichberechtigung von Mann und Frau und nicht eine einseitige Bevorzugung von Frauen! Es kann ja nicht sein, dass immer mehr Leute sich die Krankenkassenprämien nicht mehr leisten können während die Krankenkassen Geld für unnötige Brustuntersuchungen (Mammographie) und Abtreibungen verschwenden.

    Ich bin der Meinung, dass die Komplementärmedizin, das offenbar unnötige systematische Mammographie-Screening, Abtreibungen und Schwangerschaften aus dem Grundversicherungskatalog gestrichen gehören. Wer auf das nicht verzichten will, der soll eine Zusatzversicherung dafür abschliessen.

    Ich hoffe, dass die Initiative angenommen wird, rechne aber mit einer Ablehnung. Das Schweizer Volk hat ja bereits für die Aufnahme der Komplementärmedizin in den Grundversicherungskatalog gestimmt. Die Ärztelobby, Frauenorganisationen und andere Profiteure des gegenwärtigen Gesundheitssystems sind einfach zu stark. Ausserdem wird ja ein Drittel der Versicherten mit Prämiensubventionierung ruhig gestellt. Mich würde es ja nicht überraschen, wenn demnächst noch jemand fordert, dass Brustvergrösserungen in den Grundversicherungskatalog der Krankenversicherung aufgenommen werden sollten.

Kommentare sind geschlossen.