Von der Kulturrevolution zum Shitstorm

Von Alexander Müller veröffentlicht am 11. Juni 2014 | 1.586 mal gesehen

Der kommunistische Diktator Mao löste die Kulturrevolution aus um sich von lästigen Parteikadern zu entledigen und die absolute Macht zurückzugewinnen. Im Zuge der Kulturrevolution zogen in Maos Auftrag junge Schergen durch China um ältere und gebildetere Menschen zu beseitigen. Die Kulturrevolution forderte Schätzungen zufolge rund 8 Millionen Menschenleben! Die 68er feierten Mao und bewunderte seine Kulturrevolution. Sie nahmen die Kulturrevolution zum Vorbild für ihre Jugendaufstände, weil sie nicht wussten oder nicht wissen wollten, was in China damals tatsächlich geschah. Während der Kulturrevolution wurden in China zahlreiche Schwerverbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Mao liess seine Gegner von einem jugendlichen Pöbel vernichten. Menschen wurden öffentlich gedemütigt, abgeschlachtet und dabei zur Schau gestellt.

Mich erinnern die modernen Shitstorms an die Kulturrevolution. Die Kampagnen der Kulturrevolution fokussierten sich wie heutige Shitstorms auf Politk, Kultur und die öffentliche Meinung. Wie damals während der Kulturrevolution werden auch heute für die Shitstorms hauptsächlich willige Jugendliche missbraucht. Sowohl die Kulturrevolution als auch moderne Shitstorms erinnern an die Hexenjagden des Mittelalters.

Paradoxerweise werden Schwerverbrechen gegen die Menschlichkeit oft von Menschen begangen, die sich selber für bessere Menschen halten und sich als moralische Instanz aufspielen. Es geht um die Kontrolle der öffentlichen Meinung und die rücksichtslose Durchsetzung von sozialen Normen, die von einer kleinen Minderheit definiert worden sind. Der Trick dahinter ist es, Ansichten von Minderheiten als Mehrheitsmeinung auszugeben. Dieses Spiel hat bereits der Kommunistenführer Lenin beherrscht, welcher seine Minderheitspartei „Bolschewiki“ nannte, was soviel wie Mehrheitler heisst.

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