Zürcher Wahlen

Von Alexander Müller veröffentlicht am 3. April 2011 | 2.340 mal gesehen

Man sollte Regionalwahlen nicht überbewerten. Aufgrund der tiefen Wahlbeteiligung glaube ich nicht, dass es bei den Zürcher Wahlen einen Fukushima-Effekt gab. Ich bin AKW-Befürworter und war diesmal nicht wählen, es war mir schlicht zu blöd. Man kann sich ja selbst verarschen, doch irgendwann hört der Spass auf. Offensichtlich war ich nicht der Einzige, dem es zu blöd war. Die Wahlbeteiligung ist im Kanton Zürich seit Jahren rückläufig. Seht selbst!

Abstimmungen finde ich wesentlich interessanter als Wahlen. Kenne ja kaum einen von denen, die sich wählen lassen wollen. Ausserdem glaube ich, dass man kaum Chancen auf eine Wahl hat, wenn man nicht einen Förderer hat oder bei irgendeinem Filz oder einer Seilschaft dabei ist. Abgesehen davon hat es viel zuwenig profilierte Leute und viel zuviele Langweiler.

Kommt noch hinzu, dass die meisten Kandidaten Beamte (Uni-Professoren, Lehrer) oder Unternehmer (Industrielle, Kleingewerbler, Juristen und Bauern) sind. Angestellte müssten Nachteile auf dem Arbeitsmarkt in Kauf nehmen, wenn sie sich politisch positionieren. Somit hat unsere Demokratie Grenzen. Es geht in Richtung Zensuswahlrecht, zumindest in dem Sinne als einige Bürger bessere Chancen und Möglichkeiten haben als andere um zu kandidieren.