Verkehrsstatistik

Von Alexander Müller veröffentlicht am 31. März 2016 | 2.150 mal gesehen

Heute war in den Medien zu lesen, dass es im Jahr 2015 mehr Verkehrstote im Strassenverkehr gab als im Vorjahr. Es war von einem Anstieg von rund 4% die Rede. Das entspricht 10 Personen. Weiter war davon die Rede, dass vor allem mehr E-Bike Fahrer ums Leben kamen. Das darf so nicht stehengelassen werden, denn sonst kommt ein hyperaktiver Politiker noch auf falsche Gedanken. 

253 Verkehrstote im Strassenverkehr sind im Vergleich zu früheren Jahren relativ wenig. In den 1970er Jahren gab es trotz wesentlich geringerem Verkehrsaufkommen Jahre mit über 1700 Toten im Strassenverkehr! Seither ist die Zahl der Verkehrstoten im Strassenverkehr kontinuierlich zurückgegangen. Dies macht die folgende Grafik deutlich:

Quelle: BfS – Fakten

Dass mehr Motorradfahrer tödlich verunglückten, hat mehre Gründe. Einige Motorradfahrer werden von Autofahrern übersehen und kommen so zu Tode. Weitere Gründe sind weniger Schutz, eine riskantere Fahrweise und Drogen.

Auch, dass mehr E-Biker verunglücken, erstaunt mich nicht wirklich. Es gibt ja schliesslich auch immer mehr von ihnen. Wenn immer mehr Leute E-Bike fahren nimmt die Anzahl verunglückter E-Biker selbst dann zu, wenn das Verhältnis Unfälle zu Anzahl Fahrer gleich bleibt. Einfach, weil es mehr E-Biker gibt. Also auch diese Zahl sollte entgegen der Besorgnis erregenden und tendenziösen Medienberichterstattung nicht beunruhigen.

Reisserischer Medienartikel, Quelle: 20min

Die Statistik zeigt, dass überhaupt kein Handlungsbedarf besteht. Wir brauchen nicht noch mehr Sicherheitsfanatiker und Politiker wie EVP-Schwellenruedi, Roland Wiederkehr und Moritz Leuenberger!

Sonst müssen wir am Ende alle zuhause bleiben, weil es aus Sicht der Versicherer zu riskant ist das Haus zu verlassen bzw. das Leben an sich als zu riskant eingeschätzt wird.