NEIN zur Familieninitiative für die Reichen!

Von Alexander Müller veröffentlicht am 21. Oktober 2013 | 2.435 mal gesehen

Dem SVP-Fussvolk sollte noch jemand erklären, dass nicht mehr von der Bundessteuer abgezogen werden kann als Bundessteuer zu entrichten wäre. Wer vom SVP-Fussvolk gehört zu den Vielverdienern, die CHF 10’000 Bundessteuern und mehr bezahlen müssen? Wohl nur jene, die es sich tatsächlich leisten können mit einem Einkommen eine Familie zu ernähren. Liebes SVP-Fussvolk schaut euch den Initiativtext der Familieninitiative noch einmal ganz genau an! Die Initiative bringt nicht was sie verspricht und nützt vor allem den Reichen.

Wortlaut der SVP-Familieninitiative

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 129 Abs. 4 (neu)

4 Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, muss für die Kinderbetreuung ein mindestens gleich hoher Steuerabzug gewährt werden wie Eltern, die ihre Kinder fremd betreuen lassen.

Was heisst das? Wenn keine Abzüge für die Fremdbetreuung gewährt werden, dann muss auch jenen, die ihre Kinder zuhause betreuen, kein Steuerabzug gewährt werden!

Das kann auch dazu führen, dass Kantone ihre zulässigen Steuerabzüge für die Fremdbetreuung der Kinder reduzieren um jenen, die ihre Kinder zuhause betreuen weniger Steuerabzüge einräumen zu müssen. So könnten die Kantone drohende Defizite aufgrund entgangener Steuern reduzieren bzw. ganz eliminieren. Das trifft dann vor allem die weniger Begüterten hart.

Wer alleine seine Frau und seine Kinder durchfüttern kann, der gehört gewiss nicht zu den gering Verdienenden. Dasselbe gilt für jene, die mit einem einzigen steuerbaren Einkommen Bundessteuern von bis zu CHF 10’100.00 und mehr zahlen müssen. Das ist der jährliche Abzug, den Familien mit Kindern unter 14 Jahren bei den Bundessteuern für die Fremdbetreuung geltend machen können. Deshalb ist die SVP-Familieninitiative eine Initiative für die Reichen.

Ich ersuche euch deshalb noch einmal mit Nachdruck, stimmt um Himmelswillen NEIN zur SVP-Familieninitiative!