Menschenverachtende Aussage von Politgeograf Michael Hermann

Von Alexander Müller veröffentlicht am 20. Juli 2015 | 2.148 mal gesehen

Der Schweizer Politgeograf Michael Hermann hat wohl die falsche Karte erwischt. Der politisch wohl eher linksstehende Politgeograf soll über die Mitglieder einer demokratischen Partei folgendes gesagt haben:

«Die Partei sammelt Leute, die aus anderen Parteien rausfaulen»

Wenn dies zutrifft, so ist diese abschätzige und menschenverachtende Aussage absolut inakzeptabel. Menschen faulen nicht aus einer Partei. Menschen sind kein faules Obst!

Quelle: 20 min
Quelle: 20 min

Es gibt verschiedene Gründe weshalb Menschen eine Partei verlassen und in eine andere Partei eintreten oder eine neue Partei gründen. Sie verlassen eine Partei zum Beispiel, wenn sie mit der Art und Weise wie die Partei geführt ist nicht mehr einverstanden sind. Oder weil sie mit der eingeschlagenen Richtung nicht mehr einverstanden sind oder aufgrund zwischenmenschlicher Gründe usw. Es gibt in der Geschichte der Schweiz genügend Beispiele dafür. Viele FDPler, Schweizer Demokraten, Mitglieder der Autopartei, der Freiheitspartei usw. sind in den 1990er Jahren der SVP beigetreten. Sind die damals auch aus ihren ehemaligen Parteien herausgefault? Auch das ehemalige FDP-Mitglied Brenda Mäder gründete mit der up! eine neue radikalliberale Partei. Ist sie auch wie faules Obst aus der FDP gefallen?

Ein studierter Politologe sollte die Fakten kennen und sich entsprechend wissenschaftlich äussern. Schliesslich erhebt er den Anspruch Wissenschaftler zu sein. Wie weit es mit der Wissenschaftlichkeit von Expertisen in den Medien her ist, erkennt der Leser an der Ausdrucksweise des „Experten“. Herablassende Experten äussern sich nicht wissenschaftlich.

Michael Hermann ist für mich ein typischer Repräsentant der linkslastigen Schweizer Politologen-Klicke. Ein Repräsentant dieser Klicke versucht einen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit zu erheben indem er bei öffentlichen Auftritten eine Fliege trägt. Bei Meinungsumfragen hat sich der Fliegen tragende Meinungsforscher jedoch schon mehrmals deutlich geirrt.

Die DPS wurde von einem ehemaligen SVP-Mitglied gegründet und zieht in der Tat viele ehemalige SVP-Mitglieder an. Das deutet nüchtern betrachtet darauf hin, dass die scheinheilige Politik der SVP-Parteileitung nicht mehr bei allen SVP-Mitgliedern gut ankommt. Die SVP Schweiz hat einen wegen Rassismus verurteilten Generalsekretär. Dennoch fordern einige SVP-Exponenten den Rauswurf anderer SVP-Mitglieder, weil diese zum Beispiel an einer PEGIDA-Demonstration teilgenommen haben. Da ist es doch nachvollziehbar, dass es Menschen gibt, die der SVP den Rücken kehren und versuchen eine Alternative aufzubauen. Denn ausser der SVP gibt es ja in der Schweizer Politik rechts der Mitte keine starke Partei mehr.

Wenn Michael Hermann Grösse hat, entschuldigt er sich für seine Entgleisung  bei jenen, die er in ihrer Würde als Menschen herabgesetzt hat, indem er sie mit faulem Obst gleichgesetzt hat.

Das folgende Bild zeigt übrigens wie der gute Mann, der auch beim Schweizer Fernsehen als „Experte“ auftreten darf, aussieht:

Michael Hermann
„Politgeograf“ (das Wort ist wohl eine Eigenkreation) Michael Hermann

An linke PR- und Medienleute, die das Ganze wieder gezielt herunterspielen wollen:
Stellt euch einmal vor er hätte sich so über Migranten oder Angehörige dominanter Religionen geäussert. Zum Beispiel so: „In die Schweiz migrieren jene, die aus anderen Ländern herausfaulen.“ Wäre das in euren Kreisen dann auch so gut angekommen, wie die Attacke auf den politischen Gegner?