Die Medienlandschaft ist einseitig

Von Alexander Müller veröffentlicht am 9. August 2014 | 1.175 mal gesehen

Die deutschsprachige Medienlandschaft wird von einer bestimmten Sichtweise geprägt. Entsprechend einseitig und unausgewogen ist die Berichterstattung über politische und wirtschaftliche Sachverhalte und Ereignisse. Vieles wird gar nicht mehr hinterfragt, stattdessen werden einfach Ansichten von ausgewählten sogenannten „Experten“ übernommen, die bereits vorhandene voreingenommene Sichtweisen zementieren. Das ist bedenklich zumal die Medien die öffentliche Wahrnehmung wesentlich beeinflussen.

Es sind die Medien, die entscheiden über was sie berichten und was sie verschweigen. Auf dieser Welt passiert jeden Tag soviel, dass es gar nicht möglich ist über alles zu berichten. Daher wählen Medienschaffende die Themen aus, die sie für relevant halten oder den Geschmack ihrer Leser treffen. Diese Gatekeeper Funktion der Medien birgt viel Spielraum für die Medienschaffenden. Sie können auf diese Weise die öffentliche Wahrnehmung gezielt manipulieren. Die öffentliche Wahrnehmung beschränkt sich im Wesentlichen auf jene Themen, über die gerade berichtet wird.

Aber nicht nur mit der Themenauswahl können die Medien manipulieren sondern auch mit der Art und Weise wie sie über bestimmte Themen berichten. Hier wiederum haben die Medien eine grosse Narrenfreiheit. Schon mit der Auswahl der Quellen und Gesprächspartner können sie die Wahrnehmung von Ereignissen trüben bzw. in eine falsche Richtung lenken. Aber auch schlicht und einfach indem sie Tatsachen nicht korrekt wieder geben oder die Aufmerksamkeit auf Aspekte lenken, die ablenken oder die Wahrnehmung beeinflussen. Manche Medien verbreiten sogar bewusst falsche Tatsachenbehauptungen um unliebsamen Personen zu schaden. Dabei spielen auch politische Aspekte eine Rolle.

Eine weitere Möglichkeit die öffentliche Wahrnehmung zu manipulieren bietet die Intensität der Berichterstattung. Wenn ein Schwachsinn über einen längeren Zeitraum immer wieder wiederholt wird, beginnen viele Menschen daran zu glauben. Ein Grossteil der Menschen will etwas glauben ohne es gross hinterfragen zu müssen. Das ist bequem.

Die Medien manipulieren übrigens nicht nur mit Nachrichten, sondern auch mit einseitigen DOK-Filmen und anderen Sendungen. Die Wahrnehmung einer Person wird wesentlich davon geprägt wie über diese Person berichtet bzw. gesprochen wird. Das betrifft im Übrigen nicht nur lebende Personen sondern auch verstorbene. Wenn z.B. ein voreingenommener Historiker behauptet, dass Nero Rom angezündet habe, dann ergibt das ein negatives Bild von Nero. Wenn hingegen erzählt wird, dass voreingenommene Quellen behauptet haben, Nero hätte Rom angezündet, so ergibt das bereits eine etwas differenziertere Wahrnehmung von Nero.