Ist eine Erbschaftssteuer wirklich sozial?

Von Alexander Müller veröffentlicht am 28. August 2011 | 3.999 mal gesehen

In der Schweiz gibt es nur noch drei Kantone, die eine Erbschaftssteuer für direkte Nachkommen kennen. Es sind die Kantone Appenzell Innerhoden, Waadt und Neuenburg. Alle anderen Kantone haben nach Volksabstimmungen die Erbschaftssteuer für direkte Nachkommen abgeschafft. Nun wollen Linke  die Erbschaftssteuer wieder einführen. Diesmal jedoch auf Bundesebene. Zu diesem Zweck wollen sie eine eidgenössische Volksinitiative lancieren.

Ich halte Erbschaftssteuern nicht für sinnvoll. Mit Erbschaftssteuern werden Vermögen besteuert, die bereits einmal versteuert worden sind. Eine solche Doppelbesteuerung ist ungerecht. Zudem würde eine Erbschaftssteuer die Weiterführung von vererbten Vermögen erschweren. Dies, da die Erben für das Vermögen des vererbten Unternehmens Steuern zu entrichten hätten. Um die Erbschaftssteuern bezahlen zu können, müssten Erben entweder Unternehmensteile verkaufen, das Eigenkapital des Unternehmens schwächen oder sich verschulden. Dies könnte den Fortbestand eines Unternehmens und Arbeitsplätze gefährden.

Ich lehne eine Erbschaftssteuer ab, da diese alles andere als gerecht und sozial ist. Eine Erbschaftssteuer würde bereits besteuerte Vermögen nochmals besteuern, der Schweizer Wirtschaft schaden und  Arbeitsplätze gefährden.