Heute vor 100 Jahren war KRIEG

Von Alexander Müller veröffentlicht am 4. August 2015 | 1.029 mal gesehen

Vor 100 Jahren wurde die morsche K und K Monarchie bzw. Österreich-Ungarn Opfer nationalistischer und militaristischer Bestrebungen. Österreich-Ungarn war ein Vielvölkerstaat, dessen Völker nach Unabhängigkeit strebten.

Am 28. Juni 1914 ermordete der bosnisch-serbische Nationalist Gavrilo Princip in Sarajewo den österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este und dessen Gattin. Da vermutet wurde, dass Serbien einen massgeblichen Anteil am Attentat hatte, stellte Österreich-Ungarn Forderungen an Serbien und setzte ein Ultimatum. Österreich-Ungarn verlangte eine Untersuchung des Komplotts, welches zum Attentat geführt hatte. Dies mit österreichischer Beteiligung. Serbien kooperierte, lehnte aber eine österreichische Beteiligung an der Untersuchung als inakzeptable Beeinträchtigung seiner Souveränität ab. Daraufhin erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Russland, welches sich als Protektionsmacht von Serbien und der slavischen Völker sah, erklärte daraufhin  Österreich-Ungarn den Krieg. Das bewog das Deutsche Kaiserreich seinem Bündnispartner Österreich-Ungarn beizustehen. Frankreich und Grossbritannien waren mit Russland verbündet und stellten sich auf dessen Seite. Die Ausgangslage für den 1. Weltkrieg war geschaffen.

Zum Krieg kam es weil die am Konflikt beteiligten Parteien aus verschiedenen Gründen ein grösseres Interesse an Krieg als an Frieden hatten und die Verantwortlichen die Konsequenzen masslos unterschätzten.

Wie stark sich die Welt in den vergangenen 100 Jahren aufgrund gravierender Umwälzungen verändert hat, macht der folgende Film deutlich.

Impressionen aus einer anderen Zeit

Gebirgskrieg in den Alpen

Heute vor 100 Jahren war KRIEG
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2 Gedanken zu „Heute vor 100 Jahren war KRIEG“

  1. Ein Teil der Westukraine und von Polen, genauer Galizien, gehörte bis 1918 zu Österreich-Ungarn. Im Osten der Ukraine dominiert der russische Einfluss. Das erklärt meiner Meinung nach, weshalb die Separatisten im Osten die Nähe zu Russland suchen.

    Österreich-Ungarn

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