Gotthard: Linksgrüne Verkehrspolitik ist Schwachsinn

Von Alexander Müller veröffentlicht am 10. Mai 2009 | 1.885 mal gesehen

In der heutigen Ausgabe der Sonntagszeitung äusserte sich Bundesrat Moritz Leuenberger über eine zweite Gotthardröhre. Diese sei zwar Verfassungskonform und würde auch mehr Sicherheit bedeuten, dürfe aber zu keiner Kapazitätserweiterung führen. Dies bedeutet, dass die Röhren nur über je eine Fahrspur verfügen dürften.

Dieser absolute Schwachsinn, der aus dem Munde des von der linken Presse angebeteten und hochgelobten Verkehrsministers unseres Landes stammt, führt uns die völlig unsinnige linksgrüne Behinderungspolitik des Individualverkehrs vor Augen. Jedem Menschen, der über einen gesunden Menschenverstand verfügt, müsste doch klar sein, dass es sinnvoll ist den Flaschenhals am Gotthard endlich zu beseitigen. Es kann doch nicht sein, dass man auf zwei Seiten zweispurige Autobahnen hat, die zum Gotthard führen und dann einspurig mit stark reduzierter Geschwindigkeit durch einen einzspurig befahrbaren Tunnel hindurchfahren muss! Alleine die enorme Temporeduktion von 120 km/h auf 80 km/h führt bei erhöhtem Verkehrsaufkommen schon zu einer Staubildung, wenn dann noch alle, die auf zwei Spuren an den Tunnel herangefahren sind sich auf eine Spur einreihen müssen, entsteht natürlich wieder Rückstau.

Das Märchen der Linksgrünen, dass ein zweiter Tunnel zu mehr Verkehr und somit wieder Stau führen würde ist zumindest in der allgemeingültigen Form falsch. Dies erkennt man wenn man sich die A3 von Zürich nach Sargans anschaut. In der Walenseeregion gab es bis zum Bau der beidseitig doppelspurig befahrbaren Strassentunnels immer wieder Stau, danach nicht mehr. Dasselbe kann man auch im St. Galler Rheintal sehen. Nachdem die nichtrichtungsgetrennte beidseitig nur einspurig befahrbare wegen ihrer zahlreichen tötlichen Unfälle als „Todesstrecke“ bekannte Strasse zwischen Au und Diepoldsau zum Teilstück der A13 ausgebaut wurde und somit durch eine zweispurige und richtungsgetrennte Autobahn ersetzt wurde, sank die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle rapide ab und auch die dadurch immer wieder verursachten Rückstaus blieben aus. Der Verkehrsfluss ist somit wesentlich besser geworden.

Zwei zweispurig befahrbahre Tunnelröhren am Gotthard würden einerseits die Verkehrssicherheit erhöhen und andererseits den Verkehrsfluss sicherstellen. Rückstaus würden, wenn man die beiden genannten Beispiele am Walensee und im Rheintal in Betracht zieht, mit hoher Wahrscheinlichkeit seltener werden. Es würde auch zu weniger Unfällen führen. Letztlich würden auch die Natur und die Wirtschaft von einem solchen Bauprojekt profitieren. Auch Autos, die im Stau oder stockenden Kollonnenverkehr stehen stossen zuweilen Abgase aus. Sie bewegen sich dabei aber kaum vorwärts. Stau und stockender Kollonenverkehr am Gotthard kommt einer unerwünschten Verschwendung von Ressourcen (Arbeitszeit, Treibstoff) gleich, der unserer Volkswirtschaft und Umwelt einen zusätzlichen Schaden zufügen dürfte.

Es sollte an und für sich die Aufgabe des Bundes sein für sichere Strassen und einen optimalen Verkehrsfluss zu sorgen. Verkehrsbehindernde Massnahmen um eine linksgrüne fast schon religiös-fanatische Umweltpolitik umzusetzen sind fehl am Platz.

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