Wie die Presse aus Verlierern Sieger macht

Von Alexander Müller veröffentlicht am 16. März 2017 | 26 mal gesehen

In Holland wurde gewählt. Die Partei von Ministerpräsident Mark Rutte verliert 5%, bleibt aber stärkste Kraft. Wilders Partei hat zwar das anvisierte Ziel nicht erreicht, konnte aber immerhin 3% zulegen. Für die Schweizer Presse ist das offenbar dennoch ein Grund zu jubeln. Rutte wird als Sieger und Wilders als Verlierer dargestellt. Doch warum? Im Grunde genommen hat Rutte an Zustimmung verloren, der Wähleranteil seiner Partei wurde kleiner und Wilders hat an Zustimmung gewonnen, der Wähleranteil seiner Partei wurde grösser.

Rutte ist mit einem „blauen Auge“ davon gekommen. Mit dem „blauen Auge“ ist der Wählerverlust gemeint. Von einem Wahlsieg kann nicht die Rede sein. Ausserdem ist es wohl so, dass einige, die Wilders verhindern wollten, die Partei von Rutte unterstützt haben. Viele dieser Stimmen dürften von den Wählern seines ehemaligen Koalitionspartners, den Sozialdemokraten (=Linke) gekommen sein. Denn die Sozialdemokraten sind ja geradezu abgestürzt. Nach einem Sieg sieht das nicht aus. Doch warum freut sich die Schweizer Presse dann so sehr?

Zunächst einmal freut sich die Schweizer Presse darüber, dass Wilders nicht Ministerpräsident wird. Dann erhofft sie sie sich auch noch eine Signalwirklung für die bevorstehenden Wahlen in Frankreich. Dort möchte die Schweizer Presse auf keinen Fall Marine Le Pen vom Front National als Präsidentin sehen. Dementsprechend hat sich die Presse mit ihrer politischen Berichterstattung, die im Grunde nichts anderes als linke Propaganda ist, bereits klar positioniert.

Die linke NZZ-Redaktion macht Stimmung gegen Le Pen.

Wer eine andere Meinung als die linke Schweizer Mainstream-Presse hat und auf linken Schwachsinn keinen Bock hat, der kann getrost aufs Zeitung lesen, aufs Radio hören und aufs Fernsehschauen verzichten. Die Positionen des linken Schweizer Medien-Establishments sind seit Jahren bekannt.

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