Wenn Politiker von Menschlichkeit sprechen…

Von Alexander Müller veröffentlicht am 26. Dezember 2008 | 2.150 mal gesehen

Wie ihr mittlerweile sicher schon wisst,  hat der britische Sender Channel 4 eine Weihnachtsansprache des umstrittenen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad ausgestrahlt. Der Iran ist aufgrund seines Atomprogramms sowie seiner Unterstützung von schiitischen Milizen im Irak und im Libanon (Hisbollah) sowie seiner zahlreichen Verstösse gegen die Menschenrechte in der Vergangenheit mehrfach in Kritik geraten.

In seiner Rede sprach Ahmadineschad von Menschlichkeit, religiösen Werten und über Jesus bzw. das, was dieser seiner Ansicht nach tun würde wenn er heute Leben würde.

 

Mahmud Ahadineschad spricht so schlau wie eine falsche Schlange. Er spricht auf eine überaus fromme Art und Weise von Menschlichkeit und der Besinnung auf die religiösen Werte und ist gleichzeitig Präsident eines Landes, in welchem es keine Religions- und Glaubensfreiheit gibt, in dem Frauen unterdrückt  werden (und sofern sie zum Tod verurteilt worden sind vor der Hinrichtung noch vergewaltigt werden, da keine Frau als Jungfrau sterben soll) und Homosexuelle (auch Teenager!) öffentlich hingerichtet werden. Er ist der Präsident eines Landes, in welchem Angehörige anderer Religionen wie z.B. die Bahai  aber auch Christen und Juden diskriminiert oder gar verfolgt werden und wagt es moderne Demokratien zu verhöhnen!

In Medienberichten wird unter anderem der israelische Botschafter in London, Ron Prosor mit den folgenden Worten über Ahmadineschads Weihnachtsansprache zitiert:

«Es ist pervers, dass diesem Despoten erlaubt wird, über Jesus‘ Ansichten zu spekulieren, während seine Regierung Christen an den Galgen führt»

Obwohl Prosors Aussage nicht neutral ist und er in England nur über Christen spricht, die an den Galgen geführt werden (im Iran gilt die Scharia und es werden nicht nur Christen aufgeknüpft, sie hängen auch Teenager und dies wegen absurden Gründen wie z.B. Homosexualität!), hat er im Kern mit seiner Aussage sicherlich recht.

Das Leid in Ländern wie dem Irak und Afhanistan haben die Muslime zu verantworten. Vor der US-Intervention im Irak (die bekanntlich aufgrund von falschen Annahmen erfolgte aber dennoch richtig war, da es ihr Ziel war den Irak von einem der brutalsten Diktatoren der Zeitgeschichte zu befreien) haben sich die Muslime selber zuzuschreiben. Es liegt an ihrem Verhalten, dass es ihnen so schlecht geht und dass man den Islam als minderwertige und böswillige Religion aus finsteren Zeiten ansieht.

Nennt mir ein islamisches Land, in dem es keine Unterdrückung gibt! In jedem islamischen Land wird in irgendeiner Form unterdrückt. Menschen dürfen ihre Meinung nicht offen sagen und müssen, egal ob sie es wollen oder nicht, religiöse Vorschriften befolgen. Der Bischof von Saudiarabien darf sein Kreuz nicht offen tragen und sogar die Christinnen Michelin Calmy-Rey (Bundesrätin) und Susanne Wille (10v10 Moderatorin) mussten bei ihrem Besuch im Iran ein Kopftuch tragen!!! Sagt mir jetzt nicht, dass dies nicht am Islam liegen würde.

Das Wesen des Islam lässt sich anhand Ahmedineschads Äusserungen über Jesus Christus gut erkennen. Er nennt ihn Prophet und stellt ihn damit auf die Stufe mit Mohammed. Schon Mohammed, der Prophet der Muslime hat dies getan. Denn im Koran heisst es:

Koransure 5, Vers 18

«Wahrlich, das sind Ungläubige, welche sagen: “Allah ist doch Christus, der Sohn Marias.” Sage ihnen: “Wer könnte es Allah verwehren, wenn er Christus, den Sohn Marias, mit samt seiner Mutter, samt allen Erdbewohnern vertilgen wollte?” Allah gehört ja das Reich der Himmel und der Erde, und was zwischen ihnen ist. Er schafft was er will; denn Allah ist allmächtig.»

Und ganz im Sinne des Räubers und Kriegsverbrechers Mohammed (er verübte Überfälle auf Karawanen, führte zahlreiche Kriege und liess seine Gegner hinrichten) äusserte sich Ahmadineschad martialisch, dass Jesus gegen Regierungen, die vom Glauben abgekommen seien, kämpfen würde. Jesus hat nicht gekämpft, nicht einmal um sein Leben!

Das Einzige was an seiner Aussage stimmt ist, dass Jesus sicherlich keine Freude über das Leid und Elend in den islamischen Ländern hätte und dass er gegen Kriege ist. Hier muss man allerdings wissen, dass es im Christentum eine Aufklärung gegeben hat und dass es in christlichen Ländern Religions- und Glaubensfreiheit gibt. Längst nicht mehr alle Menschen in christlichen Ländern sind Christen und die Mehrheit der Menschen sind säkular erzogen worden und aufgewachsen. Die Einsätze der USA im Irak und in Afghanistan erfolgten als Reaktion auf 9/11. Bereits davor und auch danach gab es immer wieder zahlreiche sinnlose Terroranschläge junger Muslime, die ohne nachzudenken dem Aufruf der Al-Kaida-Verbrecher gefolgt sind.

Im Christentum ist es im Gegensatz zum Islam so, dass man sich selber für den Glauben an die Botschaft von Jesus Christus entscheiden muss und nicht zum Glauben gezwungen werden kann. In christlichen Ländern werden Leute, die sich aus rationalen Gründen vom Glauben distanzieren nicht diskriminiert oder gar getötet. Viele Muslime (vorallem jene, die in islamischen Ländern leben) scheinen dies nicht zu wissen. Sie können sich sowas zudem kaum vorstellen, da es ihnen fremd ist. Sie haben sowas nie gekannt.

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