AKW’s abschalten sinnvoll?

Von Alexander Müller veröffentlicht am 23. März 2011 | 2.913 mal gesehen

AKW’s decken rund 39% des Schweizer Strombedarfs ab. Wenn man die AKW’s abschalten möchte, müsste man einen Ersatz für diese 39% finden. Wasserkraft scheidet jedoch bereits aus. Laut Tagesanzeiger ist das Potential der Wasserkraft bereits zu etwa 90-95% ausgeschöpft. Man könnte natürlich noch bessere Turbinen installieren, höhere Staumauern bauen, allenfalls noch ein paar Täler fluten und Flüsse in Naturschutzgebieten mit Flusskraftwerken zubetonieren. Ob das den Umweltschützern gefallen würde? Mit den anderen alternativen Energien deckt man heute gerade einmal 5% des Strombedarfs ab. Ihre Zuverlässigkeit ist zudem fragwürdig. Sonnenkollektoren z.B. eigenen sich eher für den privaten Gebrauch. Oder wie will man damit nachts eine Fabrik am laufen halten? Wie will man mit Windrädern bei Windstille Strom produzieren? Soll man mit Windrädern Landschaften verschandeln? Oder mit Kohle- und Gaskombikraftwerken den Treibhauseffekt fördern? Kann man mit Minergiehäusern genug Energie sparen um den steigenden Strombedarf einer wachsenden Bevölkerung und deren steigende Bedürfnisse nach Energie zu decken? Selbst Wärmepumpen brauchen Strom.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man die alten AKW’s der 2. Generation durch neue AKW’s der 4. Generation ersetzen sollte. So könnte man zumindest das Sicherheitsniveau dem heutigen Wissensstand anpassen und das Restrisiko weiter reduzieren.