US-Intervention in Syrien

Von Alexander Müller veröffentlicht am 29. August 2013 | 1.679 mal gesehen

Bisher wurde in den Medien noch zuwenig der Frage nachgegangen weshalb die USA tatsächlich in Syrien intervenieren wollen. Als der ehemalige irakische Diktator Saddam Hussein in den 1980er Jahren Giftgas gegen Iraner und Kurden eingesetzt hat, hatten die USA kein Problem damit. Dies zumindest solange er ihr Verbündeter war.

Das offenbart die Scheinheiligkeit der USA, die keinen Anlass für eine Intervention sehen, solange Giftgas-Angriffe von Verbündeten durchgeführt werden. Moralische Gründe, wie sie in den Medien diskutiert werden, halte ich für unrealistisch. Die USA kennen keine Moral wenn es um ihre eigenen Interessen geht. Das beweisen auch die Atombombenabwürfe auf Nagasaki und Hiroshima zu einem Zeitpunkt als die japanischen Streitkräfte bereits in der Defensive waren.

Wenn es ihren Zwecken und wirtschaftlichen Interessen dient, verbünden sich die USA auch mit Tyrannen und Staaten wie Saudi-Arabien, die berüchtigt für ihre schweren Menschenrechtsverletzungen sind. Moralische Gründe wären zudem auch nie ein Anlass für die USA einen Milliarden US-Dollar schweren Angriffskrieg zu führen. Es muss also einen anderen Grund für die geplante US-Intervention geben. Mir ist allerdings noch nicht klar welchen.

Bekannt ist, dass Israel bereits einen Angriff auf einen Stützpunkt in Syrien geflogen hat und sich offenbar bedroht fühlt. Denkbar ist deshalb, dass die USA auf ersuchen von Israel in den Konflikt eingreifen. Auch denkbar ist, dass die USA gefährliche Waffen von Assad vernichten wollen um zu verhindern, dass sie religiösen Fanatikern und Terroristen in die Hände fallen. Vielleicht wollen sie mit ihrer Intervention aber auch einfach nur den Rebellen zum Sieg verhelfen. Israel würde es helfen, wenn in Syrien kein Regime mehr an der Macht ist, welches mit dem Iran verbündet ist. Es ist bekannt, dass Waffen aus dem Iran via Syrien an die Hisbollah-Miliz im Libanon geliefert wurden. Wenn das nicht mehr möglich ist, muss der Iran seine Waffen auf dem Seeweg liefern.

Syrien-Drama

Von Alexander Müller veröffentlicht am 1. April 2012 | 2.011 mal gesehen

Unter der Führung der linken amerikanischen Regierung steigt der Druck auf die Regierung Assad. Nun fordern einige, dass man die syrische Opposition mit Waffen und Geld unterstützen soll.

Ich halte das für eine riesengrosse Dummheit. Denn es gibt in Syrien mehrere Oppositionsgruppen und zudem auch viele Anhänger von Assad. Ein Sturz von Assad würde das Land destabilisieren. Es kann nicht sein, dass ausländische Mächte ganze Bevölkerungsteile (Aleviten und Christen) zugunsten anderer Bevölkerungsteile (Sunniten) benachteiligen.

Die Linke Hillary Clinton soll endlich aufhören auf der Welt Unruhe zu stiften, sie macht alles nur noch schlimmer. Amerikaner haben einfach nicht das Feingefühl um auf der Welt für Frieden zu sorgen. Sie machen in der Regel alles nur noch schlimmer. Der Syrienkonflikt muss anders beigelegt werden. Auch auf den religiösen Fanatiker, der die Türkei führt, sollte man nicht hören. Die Türkei ist wenn es um Menschenrechte geht sonst auch nicht so zimperlich. Die Türkei verfolgt eigene Pläne. Sie will ihren Einfluss im Nahen Osten ausbauen. Seit dem Untergang des Osmanischen Reichs träumen die Türken wieder von einer Art Grosstürkei, welche die arabischen Länder im Nahen Osten kontrolliert. Auch im Bürgerkrieg in Libyen mischelte die Türkei kräftig mit. Zur Blütezeit des Osmanischen Reich waren auch nordafrikanische Länder unter türkischer Herrschaft.

PS: Selbstverständlich vertreten unsere linken Mainstream-Medien eine andere Haltung zum Konflikt in Syrien.