Botschaft des Deutschen aus Syrien

Von Alexander Müller veröffentlicht am 19. September 2014 | 1.926 mal gesehen

Hier ein Statement eines deutschsprachigen Mannes, der sich Al Almani nennt und der sich aktiv für den islamischen Staat einsetzt, während andere zuhause bleiben und zuschauen. Gewisse Menschen können es offensichtlich kaum erwarten ins „Paradies“ zu kommen.

Im folgenden Film meint der deutsche Innenminister Zitat: „Wir wollen nicht, dass aus Deutschland..äh…der Tod in den Irak gebracht wird…“ Er nahm mit dieser Aussage Bezug auf seine Landsleute, die im Irak für einen islamischen Staat kämpfen. Ob er vergessen hat, dass Deutschland auf Bitte der USA Waffen an die Kurden im Nordirak liefert?

Heute haben französische Kampfflugzeuge eine Versorgungsstation des Islamischen Staats im Irak angegriffen. Wer weiss, vielleicht haben damit Franzosen andere Franzosen bombardiert, denn es kämpfen natürlich auch französische Staatsbürger für den islamischen Staat. Seht selbst:

Was für eine Situation! Die einen halten sich für gute Menschen indem sie die anderen bekämpfen und umgekehrt. Da kämpfen offensichtlich lauter Gutmenschen gegeneinander. Die einen kämpfen für ihren Glauben und ihren Gott und die anderen, für die Werte ihrer Wertegemeinschaft.

Ich sehe die Sache so, wir haben Religionsfreiheit. Jeder darf glauben was er will und muss dazu nicht erst den christlichen deutschen Innenminister oder den amerikanischen Präsidenten fragen wie ein Muslim zu sein hat oder nicht bzw. was nach dem Koran ist und was nicht. Da massen sich diese beiden weltlichen Politiker einfach zu viel an.

Religiöse Menschen kann man übrigens auch nicht mit Wissenschaftlern vom Glauben abbringen. Denn im Gegensatz zu Menschen, die gegenüber wissenschaftlichen Methoden aufgeschlossen sind, wollen Gläubige ihrem Gott näher kommen, indem sie ihre Zweifel überwinden. Es gibt eben Menschen, die glauben, dass der Glaube Berge versetzen könne. In der Tat können Menschen, die an etwas glauben, vieles erreichen.

Ich frage mich gerade ob die Heimkehrer, wenn sie zurück in Europa sind, auch hier versuchen werden einen islamischen Staat zu gründen. Immerhin, Waffen- und Sprengstoffkenntnisse sowie Kampferfahrung haben sie ja jetzt. Taten wie die Ermordung von Lee Rigby im Jahr 2013 in Woolrich oder die Ermordung von Theo van Gogh im Jahr 2004 in Amsterdam könnte es vielleicht noch häufiger geben. Es ist jedenfalls so, dass derjenige, der den Journalisten James Foley enthauptet hat, mit hoher Wahrscheinlichkeit aus England kommt. In England hat es ja am helllichten Tag auf offener Strasse auch schon eine Enthauptung gegeben.

Im Grunde genommen wurde das was zurzeit im Syrien und im Irak geschieht in Amsterdam im Jahr 2004 und in England im Jahr 2006 angekündigt. Seht selbst. Jetzt rächt es sich, dass die Politiker und die Polizei damals tatenlos zugesehen haben.

Dieses Plakat wurde im Jahr 2006 bei Protesten in London verwendet.
Dieses Plakat wurde im Jahr 2006 bei Protesten in London verwendet.

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In Europa haben viele Menschen vergessen, was religiöse Unterdrückung ist. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt welche Opfer erbracht werden mussten um die Aufklärung Europas voranzutreiben. Ich sehe die Reformation und den Dreissigjährigen Krieg als wichtige Meilensteine in Richtung Aufklärung. Durch die Reformation wurde die Allmacht der katholischen Kirche in Europa in Bezug auf den Glauben gebrochen. Die Lehre der katholischen Kirche war kein Dogma mehr, an dem nicht mehr gerüttelt werden durfte. In der Folge wagten sich immer mehr Menschen und Wissenschaftler ihre Sicht der Dinge zu verbreiten. Dafür musste in Europa gekämpft werden. Heute steht diese Freiheit wieder auf dem Spiel. Es ist eine Schande!

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