Atombomben vermisst

Von Alexander Müller veröffentlicht am 14. Dezember 2013 | 1.024 mal gesehen

Rund 30 nukleare Sprengköpfe sollen US-Streitkräfte während des Kalten Krieges bei haarsträubenden Manövern verloren haben. 11 davon werden bis heute vermisst.

Bei einem Manöver flogen Jagdflugzeuge Angriffe auf einen Bomber. An Bord des Bombers befand sich eine echte Atombombe um die Flugeigenschaften während des Manövers möglichst realistisch zu gestalten. Plötzlich kollidierte ein Jagdflieger mit dem Bomber und stürzte ab. Während sich der Pilot des Jagdfliegers mit dem Schleudersitz rettete, kämpfte die Bomberbesatzung um ihr Überleben. Um einen drohenden Absturz des Bombers zu vermeiden entschied sie sich, die 3 Tonnen schwere Atombombe abzuwerfen. Dies wohlwissend, dass sie hätte hochgehen können. Bis heute gilt die Bombe als vermisst.

In einem weiteren Fall stürzte ein mit vier Wasserstoffbomben beladener B-52 Bomber über dem spanischen Dorf Palomares ab. Die Bomben hatten eine Sprengkraft von 300 Hiroshima-Bomben. Eine der Bomben stürzte ins Mittelmeer und die anderen drei schlugen zusammen mit dem Bomber in der nähe der spanischen Ortschaft ein. Dabei wurden die Kerne von zwei thermonuklearen Bomben über den Feldern und Häusern der Ortschaft verstreut. Die Gegend ist bis heute verstrahlt. Bei der Bergung der ins Meer gefallenen Bombe riss ein Tau und die Bombe ging wieder für ein paar Tage verloren. Diese und weitere Geschichten seht ihr im folgenden Dokumentarfilm:

Aber nicht nur bei den Amerikanern, auch bei den Russen gingen Atomwaffen verloren. Sie haben, wie die Amerikaner übrigens auch, im Meer Atom-U-Boote mit atomar bestückten Waffen verloren. Was während des Kalten Kriegs nicht verloren gegangen ist, gelangte nach dem Niedergang der Sowjetunion in den Schwarzmarkt oder verrottet bis heute in Hafenanlagen und Depots.

Und bei uns machen einige Fröschlistreichler wegen gut gewarteten Schweizer Atomkraftwerken einen riesen Aufstand.

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