Raketenwerfer

Von Alexander Müller veröffentlicht am 24. September 2011 | 2.108 mal gesehen

Im libyschen Bürgerkrieg konnte man den Einsatz von Raketenwerfern mitverfolgen. Raketen-werfer wurden bereits im Mittelalter eingesetzt. Dokumentiert ist ein Angriff im Jahr 1232 auf die chinesische Stadt Kaifeng. In Europa griff der Franzose Friossart die Idee für einen Raketenwerfer im Jahr 1410 auf. Der erste Einsatz von Raketenwerfern in Europa datiert jedoch erst aus dem Jahr 1807 als die Engländer mit Raketenwerfern Kopenhagen beschossen. Auch Napoleon setzte bereits Raketenwerfer, die Brandraketen verschossen, ein. Im Zweiten Weltkrieg wurden erstmals moderne und mobile Raketenwerfer eingesetzt. Sowohl Deutsche als auch Russen hatten Werferbatterien, die relativ rasch von einem Frontabschnitt zum nächsten verschoben werden konnten. Raketenwerfer haben folgende Vorteile: Sie sind günstig, einfach bedienbar und entwickeln in relativ kurzer Zeit eine hohe Feuerkraft mit flächendeckender Wirkung. Von Nachteil sind die längere Lade- und Vorbereitungszeit, die Rauchentwicklung und der Lärm, der die Position der Werfer verrät. Bei früheren Modellen kam noch die eingeschränkte Mobilität hinzu, die insbesondere im 2. Weltkrieg auf deutscher Seite zu grösseren Verlusten bei Werfereinheiten führte. Werfereinheiten waren vor allem in der Vorbereitungsphase, während dem Nachladen und während der Verschiebung zum Einsatzort verwundbar. Aus diesem Grund entwickelten die Deutschen später mobile Raketenwerfer. Diese konnten schneller von einem Einsatzort zum nächsten verschoben werden und sich fürs Nachladen zurückziehen. Werfer sind weniger zielgenau als Geschütze und damit hauptsächlich für den flächendeckenden Beschuss von Gebiets- bzw. Frontabschnitten geeignet. Raketenwerfer weiterlesen