Kriegsverbrechen in Nablus

Von Alexander Müller veröffentlicht am 30. Dezember 2014 | 1.138 mal gesehen

Israelische Soldaten haben kürzlich in Nablus, im palästinensischen Autonomiegebiet, wieder ein Kriegsverbrechen begangen. Sie erschossen bei einem Einsatz gegen Steinewerfer kaltblütig einen palästinensischen Jugendlichen. Diese Tat ist kein Einzelfall. Vor Jahren haben die Israelis ebenfalls in Nablus einen 17 jährigen Steinewerfer erschossen. Weiter haben die Israelis in Nablus einen Flüchtenden erschossen. Wahrscheinlich haben sie ihm feige in den Rücken geschossen. Sicherlich gibt es noch zahlreiche weitere von Israelis verübte schwere Menschenrechtsverletzungen bzw. Kriegsverbrechen dieser Art. Der oder die Täter werden wahrscheinlich trotzdem ungeschoren davonkommen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass sie von der israelischen Regierung für dieses Verbrechen noch einen Orden erhalten.

Ich finde es eine verdammte Schweinerei, was sich die Israelis da erlauben. Doch wo bleibt der Aufschrei derjenigen die sonst gerne die Empörten spielen? Wieso schweigen da die Schawinskis auf dieser Welt? Was würde wohl geschehen, wenn die Zürcher Stadtpolizei bei 1. Mai Krawallen oder Tanz-dich-frei Krawallfesten mit scharfer Munition auf die Linksextremen schiessen würde? Es würde wahrscheinlich ein Aufschrei durch die EU und durch die Schweiz gehen und die Verantwortlichen würden vor Gericht gestellt. Wenn Israelis so etwas palästinensischen Jugendlichen antun, gibt es höchstens ein paar Schlagzeilen und damit hat es sich.

Es wäre an der Zeit, dass die Amerikaner den Israelis erklären, dass es nicht nötig ist mit Sturmgewehren auf Kinder und übermütige Jugendliche sowie Menschen auf der Flucht zu schiessen. Es gibt andere Möglichkeiten. Denkbar sind Gummigeschosse bzw. Granaten, die mit Gummikugeln gefüllt sind. Diese Granaten kommen aus den USA und werden Stingball Grenades genannt. Sie werden unter anderem zur Niederschlagung von Gefängnisrevolten und bei Anti-Terroreinsätzen und Geiselnahmen eingesetzt. Der folgende Dokumentarfilm zeigt wie:

Der folgende Dokumentarfilm zeigt, wie nicht-tödliche Waffen militärisch eingesetzt werden können. Es ist völlig inakzeptabel, dass Israelis scharf auf jugendliche Steinewerfer schiessen. Sie könnten die Jugendlichen locker mit Stingball Grenades oder anderen nicht-tödliche Waffen vertreiben und überwältigen. Es keinen Grund für Kriegsverbrechen wie in Nablus.

Waffen wie Stingball Grenades und weiter entwickelte Systeme wären auch für den Einsatz bei 1. Mai-, Tanz-dich-frei- und Reclaim the Streets-Krawallen geeignet.