Strukturierte Produkte

Von Alexander Müller veröffentlicht am 16. Dezember 2013 | 1.088 mal gesehen

Strukturierte Produkte sind Inhaber-Schuldverschreibungen einer Bank oder eines Herausgebers von Finanzprodukten. Es handelt sich dabei um innovative Anlageinstrumente, die klassische Finanzanlagen mit derivativen Finanzinstrumenten oder verschiedene aufeinander abgestimmte Derivate miteinander kombinieren. Der Wert von strukturierten Produkten hängt von der Entwicklung eines oder mehrerer Basiswerte ab. Dementsprechend können Kapitalgewinne oder Kapitalverluste aus einer Anlage in strukturierte Produkte resultieren. Basiswerte können Aktien, Aktienkörbe (Baskets), Obligationen, Indizes, Zinsen, Währungen, Anlagefonds und Rohstoff-Futures sein. Den Anlagekategorien sind kaum Grenzen gesetzt.

Anleger können entsprechend ihrer Markterwartung in mehrere strukturierte Produkte investieren, die verschiedene Markterwartungen und Risikoneigungen abbilden. Die Kosten für Anleger sind beim Erwerb von Strukturierten Produkten geringer, als die Komponenten einzeln zu erwerben. Ausserdem ist es möglich das Risiko im Gegensatz zu einer Direktinvestition zu reduzieren.

Je nach Risiko, das ein Anleger bereit ist einzugehen, lässt sich mit strukturierten Produkten bei geringerem Kapitalaufwand mehr Geld verdienen als bei einer Direktinvestition. Dies setzt allerdings voraus, dass die Markterwartung eintrifft.

Vorteile von strukturierten Produkten:

  • Jede Markterwartung ist mit einem strukturierten Produkt abbildbar.
  • Mit strukturierten Produkten lässt sich dank der Kombination mit Derivaten auch bei Seitwärtsbewegungen oder gar Kursverlusten beim Basiswert Geld verdienen.
  • Für jedes Risikoprofil gibt es ein passendes Anlageprodukt.
  • Mithilfe von strukturierten Produkten können Kleinanleger in Anlageklassen investieren, die ihnen sonst nicht oder nur schwer zugänglich wären.
  • Strukturierte Produkte können schnell zu Geld gemacht werden, da sie über die Börse gehandelt werden.

Risiken bei strukturierten Produkten:

Treffen die Markterwartungen des Anlegers nicht ein, muss er entsprechend dem eingegangenen Risiko mit Verlusten rechnen, wenn er auf die falschen Anlageprodukte gesetzt hat. Ein Anleger sollte deshalb eine Stopp-Loss-Limite festlegen, bei welcher er das Produkt bei negativer Entwicklung verkauft. Ebenfalls empfehlenswert ist eine Diversifikation auf verschiedene Marktrisiken. Ein weiteres Risiko bei strukturierten Produkten besteht in der Bonität des Herausgebers. Denken Sie an den Konkurs der Investement-Bank Lehman Brothers. Diesem Risiko können sie vorbeugen indem sie in Anlageprodukte verschiedener Anbieter investieren und deren Solvenz überprüfen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass sie nur in Pfandgesicherte Anlagen, sogenannte [glossary id=’29734′ slug=’cosi‘ /]-Produkte, investieren.